Steffen-Peschel-Trio auf USA-Reise

Im Oktober 2014 Reiste das Trio auf Einladung der UCC in die USA.




“Kleiner Chor” auf USA Reise

Der Kleine Chor, der Auswahlbläserchor  des Posaunendienstes im Kirchenkreis der schlesischen Oberlausitz in der EKBO (Evangelische Kirche Berlin und Brandenburg schlesische Oberlausitz), befindet sich ab Samstag auf großer Fahrt in die USA. Dort werden sie auf Einladung der UCC (United Church of Christ) die Instrumente klingen lassen. Die acht Bläser unter der Leitung von Steffen Peschel (Landesposaunenwart i.V.), werden Gottesdienste mitgestalten und zahlreiche Konzerte geben. Für alle Neugierigen wird es hier einen kleinen Reisebericht geben. Es lohnt sich also, einfach mal vorbeizuschauen.

Artikel vom 21.09.16 in der SZ. Zum lesen klicken.

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Angekommen

Nach einer behüteten Anreise zum Flughafen Berlin-Tegel und ruhigen Flügen zuerst nach Chicago und dann nach St  Louis, wurden wir von begeisterten Gastgebern empfangen.

Nur das Gepäck kam nicht mit…

Unsere erste Mahlzeit in den Socialrooms der St. Johns Evangelical UCC waren Frite Chicken und andere Leckereien. Dann wurden Details der nächsten Tage geklärt, die Instrumente gesichtet und zur Probe angespielt. 19:00 Uhr (Ortszeit) fuhren wir müde und glücklich mit den Gastgebern ins Quartier, um nach über 24 Stunden ein wenig zu schlafen.

Der Wecker klingelt früh. Wir gestalten zwei Gottesdienste mit. Unser Gepäck sollte bis dahin auch eingetroffen sein… hoffentlich 😉

 

 

 

 

 




Koffer eingetroffen

Heute Morgen weckte uns der Jetlag sehr zeitig. Nach einem guten Frühstück bei unseren Gastfamilien trafen wir uns 7:30 Uhr in der St. Johns UCC zur Anspielprobe. Große Freude gab es beim Anblick unserer Koffer. Hanne (über 80) hatte sie in der Nacht um 1:00 Uhr (!!!) für uns in Empfang genommen.

9:00 Uhr und 10:30 Uhr begleiteten wir zwei Gottesdienste mit Ref. Debbie Harness und Ref. Steve Westbrook. Danach fuhren alle in die Quartiere und wir begaben uns nach dem Mittagessen zur Ruhe. Die hatten wir nötig. Christoph und ich vertrieben uns die Zeit mit einem Spaziergang am Mississippi. Innerlich bereiteten wir uns schon auf unser Konzert am Abend in Columbia vor. 18.00 Uhr trafen wir uns dort in der Kirche zur Anspielprobe und 19:00 Uhr ging es los. Es war ein wunderschönes Konzert vor einem begeisterten Publikum. Zwei Zugaben und Standing Ovations waren der Lohn. Der Tag endete damit aber noch lange nicht. Unser Weg führte zu einer Gastfamilie in Columbia zur Sandwich-Party. Es war ein ganz entspannter Abend mit vielen schönen Gesprächen. Circa 22:00 gings dann zur wohlverdienten Nachtruhe.

 

 

 

 




Ice Cream Social in St.Johns

Vor dem eigentlichen Konzert gab es heute ein kulinarisches Vorprogramm:

Wir eröffneten das “Ice Cream Social” mit einem lockeren Stück und waren dann selbst erst mal Gäste. Hier gab es viele bekannte Gesichter zu sehen. Immerhin war ich vor zwei Jahren mit meinem Trio schon mal zu Gast.  19:30 Uhr startete das Konzert in der St.Johns UCC. Wieder mit einem begeisterten und aufmerksamen Publikum.

Mit dem Bus der Gemeinde besuchten wir am Tag die Gateway Arch. DAS Wahrzeichen von St.Louis am Mississippi River. Blauer Himmel, Sonnenschein und 24°C versüßten uns den Tag.

 

 




Sightseeing @ St. Louis

Es sollte ein langer Tag werden, denn wir wurden gebeten, unsere warmen Sachen für den Bummel durch das Nachtleben von St.Louis, bereits am Vormittag mitzunehmen. Die erste Station war der National Cemetery. Eine Gedenkstätte und Friedhof für gefallene Soldaten und Kriegsveteranen. Seit dem Bügerkrieg gibt es ihn. Niemand konnte uns sagen, wie viele Gräber es sind. Täglich werden dort 40 Menschen begraben. Die Sinnlosigkeit der Kriege wird hier einmal mehr deutlich.

The National Blues Museum war unser zweites Ziel. Für mich ein sehr emotionales Erlebnis, weil ich ja mit der Geschichte des Blues  vertraut bin und durch meine Arbeit viel damit zu tun habe.

Unser Mittagessen war vom Gus Pretzels Shop. Hotdogs sozusagen… Naja ich kenne sie etwas anders 😉

Nach einer kurzen Pause im Forest Park, schauten wir uns das St. Louis Muny Theater an. Klickt mal auf den Link, dann könnt Ihr mehr sehen. Es ist ein riesengroßes Freilufttheater mit vielen, vom Stifter vorgegebenen Freiplätzen, damit auch ärmere Menschen eine Chance haben Kultur zu erleben.
Mathematische und Physikalische Kuriositäten gab’s im Museum of Science zu sehen. Die Ausstellung zur Route 66 und zur Weltausstellung 1904 im Historical Museum war eine sehr interessante und interaktive Ausstellung. Auf den Wiesen vor dem Museum sammelten sich um diese Zeit am Vorabend schon die Menschen zum “Kulturpicknick”. Es war ein “Twilight Tuesday”… Auf der Bühne vor dem Museum spielte eine Band gut gemachte Rockmusik der 80er. Wir genossen den Abend bei bestem Wetter und fanden es ungemein interessant, die Menschen und deren Treiben zu beobachten. Damit war aber der Abend noch nicht zu Ende. Nach zwei Sets der Band fuhren wir zum Russel Boulevard in einen Irish Pub. Bei zünftigem Irisch Folk und entsprechendem Essen ließen wir diesen wunderschönen Tag ausklingen.

 

 




Kleiner Chor @ Eden

Das Anliegen unserer Reise ist die Pflege und der Austausch der partnerschaftlichen Beziehungen der Evangelischen Kirche Deutschlands zur Amerikanischen United Church of Christ.

Im Eden Seminary, einer theologische Hochschule und Universität, mitgegründet von Ludwig Eduard Nollau, begleiteten wir heute mit unseren Instrumenten die “Capel Time”. Der Uni- eigene Gospelchor sang auf seine unvergleichliche Weise und Shana Johnson, Conference Minister der Illinois South Conference der UCC hielt die Predigt. Es war eine ganz besondere Andacht und für uns sehr schön zu sehen, wie frisch, abwechslungsreich und spirituell so eine “Chapel Time” sein kann. Wir haben uns sehr wohl gefühlt im Eden Seminary.  Die Einladung in die Mensa zum Essen und die verbindenden Gespräche im Anschluss, trugen viel dazu bei.

Zum Dessert gab es dann ein Eis vom “Besten Eishersteller der Welt” wie es heißt. Und ja… es war wirklich lecker.

Es folgte ein Blick in einen Einkaufsmarkt der Superlative. Es ist schon so….alles etwas größer…

Die kurze Verschnaufpause in den Quartieren tat gut. Unsere Gasteltern zauberten ein sehr schmackhaftes Abendbrot zum Abschied, bevor wir uns in der St.Pauls UCC zum Abendkonzert zusammen fanden.

Das war unser letzter Tag in St. Louis. Wir trafen auf offene und herzliche Menschen und sind tief dankbar für jeden Tag.

Morgen geht die Reise weiter in Richtung Greendale, Wisconsin.

 




Coffee in Greendale

Unser Abschied in St. Louis war ein sehr emotionaler Moment. Wir sind so herzlich aufgenommen worden, dass es uns allen schon ein bisschen schwer fiel, abzureisen. Unsere Weiterfahrt führte uns über Bloomington nach Greendale, Wisconsin. In Bloomington stiegen wir zu Pastor David Gaeth in den Bus. Einen ordentlichen Kaffee gab es dann in Greendale bei der Broad Street Coffee Company, wenig später ging es weiter nach Waukesha in die First Congregational Church. Nach einer Probe mit der neuen Leihtuba und einem reichhaltigen Abendbrot begann 19:00 Uhr unser Konzert.

Einen ganz besonderen Beitrag zur gelebten Partnerschaft trug Johannes bei. Bei der Vorstellung im Konzert erfuhr der Kantor der Gemeinde, dass Johannes Orgelbauer ist. Er nutzte die einmalige Möglichkeit und bat ihn, die Orgel nachzustimmen, was der auch tat.

 




Fußlahm in Milwaukee

Das war ein Tag! Voll gefüllt mit den unterschiedlichsten Eindrücken. Zuerst besuchten wir heute das Harley Davidson Werk und erhielten einen Einblick in die Fertigung der Motorräder. Jede Harley wird separat zusammengestellt. Eine Besonderheit aus der Gruppe kam uns heute zur Hilfe. Christoph studiert Agrarmaschinenbau und konnte uns durch seine Fachenglisch-Kenntnisse die Führung prima übersetzen.

Reichlich Bier gab es in der Miller Brauerei zu verkosten. Im Anschluß lud uns Marjie  zum Mittagessen im VIP Bereich des Baseball Stadions ein. Das Milwaukee Art Museum streiften wir nur kurz, um im St. Ann Care Center mehr Zeit verbringen zu können. Es ist eine riesige Mehrgenerationen-Pflegeeinrichtung. Die Gründerin und Leiterin, Sister Edna, ist 72 Jahre alt und noch immer im Dienst. Sie ist eine sehr eindrückliche Person- like an Angel, und führte uns durch die Einrichtung. Klickt einfach mal die Links an. Eine Pause war uns dann sehr recht, denn etwas Ruhe vor dem Konzert wirkt Wunder. 19:00 Uhr begann unser Konzert in der Christ Church UCC Milwaukee.

 




Klingende Posaunen

In den USA sind Posaunenchöre weitestgehend unbekannt. Um so wichtiger ist unsere Aufgabe, auch als Botschafter der Posaunenchorarbeit hier unterwegs zu sein. Die heutigen Anlässe, zu denen wir spielten, boten uns dafür den optimalen Rahmen.

Am Vormittag gab es ein ökumenisches Treffen aller Kirchgemeinden in und um Greendale in der St.Alphonsus Catholic Church. Das Thema war: “Churches Caring Together”. Wir waren der unterhaltsame Teil des Vormittages mit moderner, beschwingter Musik. Als Zugabe gab es, wie immer, “Forward Wisconsin”, was die entsprechende Begeisterung auslöste.

Am Nachmittag unterhielten wir die Gäste einer “Wine and Cheese” -Party in der Redeemer UCC in Sussex. Sie diente dem Zweck, die UCC- UEK Partnerschaft zu stärken und ins Gespräch zu kommen. Diese Kirche wurde letztes Jahr nach einem Brand erst neu eingeweiht und macht einen fast wohnlichen Eindruck.  Wir spielten an diesem Nachmittag drei Sets mit Musik der  Dreißiger Jahre, Pop, Swing aber auch volkstümliche Lieder und Marschmusik. Das begeisterungsfähige Publikum hat uns unglaublich motiviert. Wir hatten viel Spaß.

Am Abend waren wir zu einem Event der besonderen Art eingeladen. Auf dem Sportfeld der Geendale Highschool fand ein Wettbewerb der besten Marching Bands statt. Die Greendale Marching Band hat den landesweiten Contest im September mit dem 5. Platz erfolgreich bestritten. Das Video soll mal einen Eindruck geben, wie riesig so eine Band ist (270 Mitglieder) und was sie für eine tolle Show machen. Sehr beeindruckend! Es ist ein wenig vergleichbar mit der Musik der Spielmannszüge in Deutschland. Hier mal ein Link zu einem Video des Oberlichtenauer Spielmannzuges und zu deren Homepage.

 

 

 




15°C Wassertemperatur

Bei 15°C Wasser- und 16°C Außentemperatur wollten sich heute Nachmittag

die Kollegen in die Fluten des Michigansees stürzen. Ich übernahm freiwillig die Dokumentation der Geschehens. 😉 Auch die einheimische Bevölkerung hatte eher ein Schmunzeln dafür übrig.

Am Morgen begleiteten wir den Abendmahls- Gottesdienst in der Greendale Community Church. So ein schöner Gottesdienst, offen und lebensnah! Es wurden neue Gemeindeglieder begrüßt. Die “Neuen ” traten vor die Gemeinde und bezeugten vor allen, daß sie gemeinsam mit der Gemeinde Jesus nachfolgen wollen, die Gemeinde bekräftigte durch ein lautes “Ja” ihren Willen, die neuen Mitglieder durch Freud und Leid zu begleiten. Dann gab es Brot und Salz und sie schrieben sich VOR der Gemeinde in das Gemeindebuch ein.  Diese Transparenz und gegenseitige Verantwortung wünschte ich mir in vielen unserer Gemeinden. Auch das Leitmotto: “God is still speaking”, welches seit 2003 in den Gemeinden der UCC umgesetzt wird, könnte für unsere Kirchen ein Anstoß sein. Zusammengefaßt bedeutet es, daß Gott nicht mit der fertigen Bibel zu reden aufgehört hat. Er spricht immer noch, durch Menschen, durch Ereignisse. Seine Schöpferkraft ist weiter aktiv. Wenn wir uns dieser Botschaft öffnen, zeigt es uns, daß Kirche und ihre Botschaft nicht etwas von gestern, sondern brandaktuell ist.

Dieser Sonntag war ein “Suppensonntag”, also mit gemeinsamem Mittagessen, so ergaben sich danach wieder viele interessante Gespräche. Referent David Gaeth hatte auch noch 20 jähriges Dienstjubiläum in seiner Gemeinde, er bekam ein extra Ständchen.

Am Abend erfreuten wir die Besucher derselben Kirche mit einem beschwingten Konzert.  David lud uns und unsere Gastgeber danach zu sich nach Hause ein. Bei italienischem Essen, einem guten Glas Wein oder Bier und schönen Gesprächen ließen wir den Tag ausklingen.

 




Zu Fuß durch Chicago

Ein toller Sonnenaufgang! Heute hatten wir etwas besonderes vor: einen  Ausflug nach Chicago. Da ein Tagesparkplatz in Chicago um die 100 $ kosten kann, fuhren wir lieber bis Kenosha, einem Vorort, mit dem Auto und von da mit dem Zug in die Innenstadt der Windy City am Michigansee mit 2,7 Mio. Einwohnern. Hier leben möchte ich nicht, aber der Besuch der Stadt beeindruckt mich sehr. Beschreiben könnte ich den Tag in Kurzform: Ankommen…Staunen…Überblick verschaffen…genießen….

Gegen 18:00 waren wir, etwas geschwächt, wieder in Greendale und beendeten diesen letzten Abend mit unseren Gastgebern bei einem guten Essen im Haus von David Gaeth.




Umzug nach Prescott

Heute hieß es: zeitig aufstehen! Denn die dritte Etappe unserer Reise begann.

Nach einer kurzen Andacht fuhren wir mit David und einem Mietbus in Richtung Prescott.

Unterwegs machten wir Station in Deforest, wo das Büro des Conferenc Ministers von Wisconsin beheimatet ist. Der Conferenc Minister ist bei der UCC mit einem Bischof vergleichbar. Er heißt hier Franz Riegert und ich traf ihn vor zwei Jahren schon einmal, als ich mit dem Trio in seiner Gemeinde ein Konzert geben durfte, wo er Pastor war.

Auf halber Strecke, in Mauston, war umsteigen angesagt. Wir fuhren mit dem riesigen Van (13 Sitze) vom Rev.a.D. Carles Wolf weiter, in Richtung Westen über den Mississippi. Diese Strecke nach Prescott am Fluß entlang, sollte sehr schön sein. Er hatte uns nicht zu viel versprochen. Somit betraten wir noch einen vierten Bundesstaat auf unserer Reise- Minnesota. Sehr beeindruckend fand ich dabei, wie wir durch die Jahreszeiten fuhren. In Milwaukee war noch alles grün…. und auf halber Strecke lächelt uns der goldene Herbst entgegen.

Sehr schnell erreichten wir Prescott, einen kleinen Vorort von Minneapolis, dessen Name auf Philander Prescott zurückgeht. Wir wurden noch auf die Schönheit des Mississippi hingewiesen, schauten uns eine Hubbrücke von 1922 an, dann gings zur Kirche, der Prescott UCC. Der Ort ist herrlich, es gibt nur eine Hauptstraße und die sieht wie aus, wie aus einer Westernstadt. Wir wurden liebevoll bewirtet, obwohl hier kaum jemand deutsch sprach, schmeckte  vieles so. Es gab Nudelsalat, Geflügelfleisch, Sauerkraut….  Das Konzert war toll, auch wir hatten Spaß. Wie schon bei den vorangegangenen Konzerten wurde die Wisconsin-Hymne am Schluß lautstark gefeiert. Das Feierabendbier im Saloon hatten wir uns wirklich verdient.  🙂

 

 




Kleiner Chor in Park Falls, Wisconsin

Unser Tag begann heute mit einem gemeinsamen Frühstück in den Social Rooms der Prescott UCC.

In der Nacht hatte es geregnet und wir machten uns auf die nächste Etappe unserer Reise, nach Park Falls, eine Kleinstadt ca. vier Fahrstunden in Richtung Nordosten. Da ist Kanada nicht mehr weit. Das Aussehen der Landschaft änderte sich langsam, von eintönigem Farmland zum wunderbar herbstlichen Wald.

Gegen 13:00 waren wir da, bezogen unsere Quartiere und konnten noch ein wenig ruhen, bevor wir im Haus von Reverent Donald Quigley zum Lunch geladen wurden. Abgesehen vom leckeren Essen, sind mir diese Momente immer besonders wichtig, wir kamen ins Gespräch, konnten uns über die Gemeinde- und insbesondere über die Bläserarbeit austauschen. Das völlige Fehlen letzterer hier empfanden die Pastoren nach unseren Konzerten meist als einen schweren Mangel… Es bleibt abzuwarten, ob unser Besuch Impulse dafür setzen konnte.

Da das Konzert heute schon um 18:00 begann, war bald nach dem Essen Aufbruch zur nahe gelegenen Kirche. Das Konzert gelang uns bestens, spätestens nach “Forward Wisconsin” feierten die Besucher im Stehen. An dieser Stelle sei ein herzlicher Dank an James Nollet gesagt, der uns den Tip für dieses Stück gegeben und ein Arrangement zur Verfügung gestellt hat. Ein Novum unserer Reise war, dass heute viele Kinder beim Konzert waren.

Der Abend klang in gemütlicher Runde auf den Sofas unserer Herberge aus…

 

 

 

 




Paddeln in North-Wisconsin

Ausschlafen war heute angesagt. Kurz vor zehn machten wir einen herrlichen Morgenspaziergang durch das herbstliche Park Falls zum Frühstück in Reverent Quigleys Haus. Vorbei an der großen Papierfabrik, die das Papier für die ersten vier Harry-Potter-Bände herstellte. Nach dem leckeren Frühstück und der kleinen Andacht wurde ein Teil von uns (mit mir) nach Mellen abgeholt, weil wir unser Quartier wechselten. So begann noch ein neuer Abschnitt der Reise, denn nach dem Trubel der Städte und dem intensiven Erleben war heute Entspannung pur angesagt. Das Quartier, in dem Christoph und ich untergebracht waren, liegt direkt am Meder Lake. Herrliche Laubfärbung, 20°C und Sonnenschein luden zum Ausruhen und zu einer Kanutour auf dem See ein.

So verging der schöne Tag sehr schnell und nach einem Kaffee mit unseren Gastgebern fanden wir uns im Pickup zur Congregational UCC in Mellen wieder. Eine niedliche, für hiesige Verhältnisse alte Holzkirche. Das Konzert (unser Vorletztes) war gut besucht. Danach gab es Kuchen, Getränke und schöne Gespräche.

An dieser Stelle möchte ich mich heute bei folgenden Verlagen bedanken:

Sie unterstützten unsere Reise durch das unkomplizierte Erteilen der Kopiergenehmigungen und trugen somit maßgeblich zu einem reibungslosen Konzertverlauf bei. Zudem ersparten sie uns damit nicht zuletzt ganz viel Gepäck.

Beim abendlichen Beisammensein aller Bläser und der Gastgeber wurde von dem Vorhaben eines Kirchenneubaus gesprochen und der Möglichkeit, die Einweihung des neuen Gotteshauses als Anlass für einen zweiten Besuch zu nehmen.

 

 

 




Endspurt nach Wausau

Wenn zwischen zwei Konzertorten 280 km liegen, gibt es nicht so viel zu erzählen.Wir hatten uns in der ruhigen Gegend bei Mellen sehr wohl gefühlt. Aber die Reise geht weiter, nach Tomahawk, wo uns die nächsten Gastgeber einsammelten.

Wausau ist schon etwas größer, wenn auch für amerikanische Verhältnisse klein, mit ca. 40000 Einwohnern. Wir trafen auf unglaublich nette, aufgeschlossene Gastgeber. Nach der Ankunft bekamen wir  von Reverent Julie Goranson und Cindy Larson gleich ein kleines und feines Sightseeing- Programm. Bei dem es zunächst auf den “Hausberg” der Gemeinde ging. Welch herrlicher Rundblick! Es gibt hier sogar eine Ski-Area, mit 17 Abfahrten und mehreren Sesselliften. Der Winter ist hier schneesicherer als bei uns.

Auf unserem Plan stand nun der Besuch eines ALDI. Nicht, weil wir was brauchten, nein, um zu vergleichen.  Das Prinzip ist dasselbe, aber an den amerikanischen Markt angepasst, mehr und größer. Es gibt aber auch deutsche Produkte und die typischen Marken.

Weiter gings in die Down-Town von Wausau, eine hübsche Innenstadt, die sich um einen großen Platz scharrt, der sich “400 Blocks” nennt. An diesem steht eine Veranstaltungshalle, die mich sehr an die Görlitzer Stadthalle erinnert…., erbaut 1927.

Schnell war die freie Zeit vorbei. Einige von uns suchten kurz ihre Quartiere auf, dann gab es in den Social- Rooms der Grace UCC Wausau ein leckeres Abendbrot, mit viel Salat, sogar Fisch war dabei…

Das abendliche Konzert war unser letztes. Wir und das Publikum genossen es sehr. Renate hatte Geburtstag, sie bekam ein extra Ständchen von uns gespielt. Den Abend verbrachten wir in einer kleinen Privatbrauerei “Bull Falls” mit unseren Gastgebern.

 

 




Auf Wiedersehen…

Heute hieß es, zeitig aufstehen, 5:30 Wecker, ein Mini-Frühstück und die lange Heimreise begann.

…zunächst zur  Grace UCC Wausau, unserem Treffpunkt. Dort gabs Verpflegungsbeutel und los ging die Reise in drei PKWs nach Lomira. Dort wartete David schon. Es galt Abschied zu nehmen von unseren Gastgebern aus Wausau. Im Mietbus fuhren wir nun nach Greendale. Dort gaben wir in der Highschool die geliehene Tuba zurück. Wir sind sehr dankbar, dass wir sie in so vielen Konzerten nutzen durften. Ich traf kurz Tom Reifenberg, den Greendale High School Band Director, um die Möglichkeit einer Partnerschaft mit dem Blasorchester der Görlitzer Musikschule zu klären. Dann hatten wir eine Stunde zum Essen und Ausruhen in Davids Haus. Amerikanisches Frühstück: Eierkuchen, Pancakes mit Ahornsirup, Wurst und Obstsalat…

11:45 machten wir uns auf zum Flughafen Chicago O’Hare.

12:45 waren wir da, und verabschiedeten uns.  Einchecken, Sicherheitscheck, alles ging schnell und reibungslos. Überpünktlich hoben wir ab. Die neun Stunden Flug nutzte ich, um über die vergangenen 14 Tage nachzudenken.

Wir haben so viel nette, gastfreundliche Menschen kennengelernt. Ganz dankbar bin ich Ref. David Gaeth (Greendale), der vor Ort die meiste Last der Organisation hatte. Herzlichen Dank an Diane German (St. Louis) für die Organisation dort! So dankbar sind wir allen Gastgebern, die uns beherbergt und beköstigt haben, allen, die mit uns unterwegs waren und uns ihre Zeit geschenkt haben. Danke für alle finanzielle Unterstützung aus den UCC-Gemeinden für das Projekt. Und wir danken Gott für den Segen, der auf dieser Reise lag und allen, die für uns gebetet, an uns gedacht oder diesen Blog verfolgt haben.

Ich denke, wir haben viele Menschen erreicht, unsere Kirchenpartnerschaft beworben und gelebt. Und vielleicht…. konnten wir ja einen kleinen Impuls setzen, für eine keimende Bläserarbeit in den Gemeinden der UCC….

Ach ja….. und wen es interessiert: wir sind Sonntag (also heute) früh wohlbehalten in Berlin-Tegel gelandet. Und alle Koffer waren da…. 😉