Acht Uhr trafen wir uns an der Greendaler Christ Church. Dort wartete eine Überraschung auf Steffen. Die lieben Mitbläser hatten Geschenke und ein Ständchen vorbereitet und sogar einen Kuchen gebacken. Das war eine Freude!

Die Koffer wurden in Transporter geladen und schon konnte es in Richtung Norden losgehen. John und Judy Winkliff brachten uns bis Lake Delton. Dort warteten bereits Mitglieder der Eau Claire Gemeinde. Wir luden das Gepäck um, verabschiedeten uns von John und Judy und fuhren weiter in Richtung Norden.

In Black River Falls hielten unsere Fahrer an der Ho-Chunk United Church of Christ an.

Wir wurden von fünf Gemeindemitgliedern herzlich begrüßt. Vor dem Altar aßen wir Sandwiches und Bohnensuppe. Dann räumten wir die Tische weg und Larry, sein indianischer Name lautet „Machio“ , was so viel heißt, wie „der den Himmel berührt“, erzählte uns die Kirchengeschichte und welche Auswirkungen heute noch die Entdeckungslehre für sie hat und wofür sie kämpfen. Ich kann die Stimmung in dieser Kirche nicht wirklich mit Worten beschreiben. Ich hätte nur gewünscht, dass diesem Mann viel mehr Menschen zuhören und verstehen würden, dass bis heute die Amerikanische Geschichte nicht aufgearbeitet ist. Durch die päpstlichen „Doctrine of discovery“ wurde im 15. Jh. ein Freibrief ausgestellt, die Indios, welche nicht Christen werden wollten, zu vertreiben. Dies steht immer noch in der amerikanischen Verfassung.

Wir waren tief beeindruckt. Zusammen feierten wir das Abendmahl. Es war das erste Abendmahl auf unserer Reise.

Um unserer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen, wurde noch ein Ständchen gespielt. Larry zeigte uns noch den Pow Wow Ground, den Platz auf dem die traditionellen Pow Wous abgehalten werden. Er erklärte uns was dabei passiert. Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhren wir weiter nach Eau Claire.

Die Plymouth United Church of Christ, hatte vor zwei Jahren gebrannt und nun ganz neu aufgebaut. Bald trafen unsere Host Familys ein und wir verteilten uns. Im Haus von Wendy, unserer Gastmutter, wurde für die meisten Gasteltern und uns ein Abendessen ausgerichtet. Neue Begegnungen und interessante Gespräche füllten den Abend und gaben Steffens Geburtstag einen perfekten Ausklang.

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